In der Indoor-Landwirtschaft und im Gartenbau sind Pflanzenlampen zu einem unverzichtbaren Werkzeug für optimales Pflanzenwachstum geworden. Einer der wichtigsten Faktoren für die Effektivität von Pflanzenlampen ist das von ihnen emittierte Lichtspektrum. Der Begriff „Lichtrezept“ bezeichnet die spezifische Kombination von Wellenlängen im Lichtspektrum, die auf die verschiedenen Wachstumsphasen der Pflanzen abgestimmt ist. Das Verständnis, wie unterschiedliche Lichtspektren die Pflanzenentwicklung beeinflussen, ist der Schlüssel zu maximalem Wachstum, höherem Ertrag und optimaler Pflanzengesundheit.

Grundlagen des Lichtspektrums und der Photosynthese

Das Lichtspektrum umfasst den Bereich elektromagnetischer Wellenlängen, der für das menschliche Auge sichtbar ist, sowie einige unsichtbare Wellenlängen wie ultraviolettes (UV) und infrarotes (IR) Licht. Für Pflanzen spielt Licht eine entscheidende Rolle bei der Photosynthese, dem Prozess, durch den Pflanzen Lichtenergie in chemische Energie umwandeln, um ihr Wachstum zu ermöglichen. Unterschiedliche Wellenlängen innerhalb des Lichtspektrums beeinflussen verschiedene Aspekte der Pflanzenentwicklung, vom Wurzelwachstum bis zur Blüte.

Bei der Verwendung von Pflanzenlampen ist es wichtig, das richtige Lichtspektrum bereitzustellen, um die Photosynthese zu unterstützen und ein gesundes Wachstum zu fördern. Rotes und blaues Licht sind beispielsweise am effektivsten für die Photosynthese, aber auch andere Wellenlängen wie ultraviolettes Licht können das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen beeinflussen. Durch die sorgfältige Auswahl einer Pflanzenlampe mit einem passenden Lichtspektrum können Züchter die Pflanzenentwicklung in jeder Phase optimieren.

Die Rolle von Verschiedenen Einfluss der Lichtwellenlängen auf das Pflanzenwachstum

Blaues Licht (400–500 Nanometer im Lichtspektrum) spielt eine wichtige Rolle in den frühen Wachstumsphasen von Pflanzen und fördert die Ausbildung eines kräftigen Wurzelsystems. Es verbessert die Aufnahme von Chlorophyll, das für die Synthese von Proteinen und Aminosäuren verantwortlich ist. Pflanzen, die dem blauen Licht von Pflanzenlampen ausgesetzt sind, wachsen kompakter und entwickeln stärkere Stängel und Blätter. Dies ist besonders vorteilhaft für Blattgemüse wie Salat und Spinat, da es ein dichtes und gesundes Laubwerk fördert.

Rotes Licht, dessen Wellenlänge im Bereich von 600–700 Nanometern liegt, spielt eine wichtige Rolle in der Blüte- und Fruchtphase von Pflanzen. Es löst den Photoperiodismus aus, den Prozess, durch den Pflanzen Veränderungen der Tageslänge wahrnehmen und die Blüte einleiten. Bei fruchttragenden Pflanzen wie Tomaten und Paprika trägt das rote Licht von Pflanzenlampen dazu bei, dass sich die Blüten optimal entwickeln und eine reiche Fruchtbildung entsteht.

Während rotes und blaues Licht oft im Mittelpunkt von Rezepturen für Pflanzenlampen stehen, hat auch das Fernrotlicht, das sich knapp jenseits des roten Bereichs des Lichtspektrums (700–800 Nanometer) befindet, einen bedeutenden Einfluss auf die Pflanzenentwicklung. Fernrotlicht ist zwar weniger effektiv für die Photosynthese, spielt aber eine Schlüsselrolle bei der Regulierung von Pflanzenhöhe und -streckung. Pflanzen, die Fernrotlicht ausgesetzt sind, neigen dazu, sich zu strecken und höher zu wachsen, was für bestimmte Nutzpflanzen oder in Situationen mit Lichtkonkurrenz, wie beispielsweise in dichten vertikalen Anbausystemen, von Vorteil sein kann.

Ein weiterer, oft übersehener Teil des Lichtspektrums ist ultraviolettes Licht (UV-Licht), insbesondere UV-A (315–400 Nanometer). UV-Licht ist zwar nicht essentiell für die Photosynthese, kann aber den Pflanzenstoffwechsel und die Abwehrmechanismen beeinflussen. Die Bestrahlung mit geringen Mengen UV-Licht aus Pflanzenlampen kann Pflanzen zur Produktion von Sekundärmetaboliten wie Flavonoiden und Terpenen anregen, welche Geschmack, Aroma und Schädlingsresistenz verbessern.

Vollspektrum-Pflanzenlampen: Ein ausgewogener Ansatz

Dank der Fortschritte in der LED-Technologie sind viele moderne Pflanzenlampen so konzipiert, dass sie ein vollständiges Lichtspektrum liefern. Das bedeutet, sie emittieren Licht in allen wichtigen Wellenlängenbereichen, die Pflanzen für optimales Wachstum benötigen. Vollspektrum-Pflanzenlampen sind besonders für Anbauer geeignet, die eine Komplettlösung suchen, die Pflanzen während ihres gesamten Lebenszyklus – vom Sämling bis zur Ernte – unterstützt. Durch die ausgewogene Mischung aus blauem, rotem und dunkelrotem Licht sowie geringeren Anteilen an UV-Licht und anderen Wellenlängen stellen Vollspektrum-Pflanzenlampen sicher, dass Pflanzen alles erhalten, was sie zum Gedeihen brauchen.

Der Fall der Anwendung eines kundenspezifischen Lichtrezepts

Verschiedene Pflanzen haben unterschiedliche Lichtbedürfnisse, und die ideale Zusammensetzung der Pflanzenbeleuchtung variiert je nach Art und Wachstumsstadium. Blattgemüse wie Salat profitiert beispielsweise von einem Lichtspektrum mit hohem Blauanteil, um das vegetative Wachstum zu fördern, während blühende Pflanzen wie Orchideen oder Cannabis mehr Rot- und Dunkelrotlicht benötigen, um die Blütenbildung und Fruchtbildung anzuregen.

Yunnan zählt zu Chinas wichtigsten Provinzen für den Blumenanbau und beherbergt zahlreiche Gewächshäuser für Schleierkraut. Sansi, ein professioneller Anbieter von Pflanzenbeleuchtung, lieferte spezielle Pflanzenlampen und Systemlösungen für eine 900 m² große Schleierkraut-Anbauanlage in Kunming, Provinz Yunnan. Mit einem individuell angepassten Beleuchtungskonzept installierte Sansi 190 Vollspektrum-LED-Pflanzenlampen und gewährleistete so eine tägliche Beleuchtungsdauer von über 15 Stunden. Diese verlängerte Beleuchtungsdauer ermöglichte eine gezieltere und praxisgerechtere Lichtausrichtung und sorgte für eine gleichmäßige Beleuchtung, die die Blütenbildung des Schleierkrauts optimal förderte.