Vergessen Sie nicht, Ihre Pflanzen zu düngen: Grundlagen der Düngung für Zimmerpflanzen
Sie haben Ihre Pflanzenlampen für Zimmerpflanzen eingerichtet. Ihre Sämlinge keimen. Alles sieht prächtig aus. Doch hier ist ein wichtiger Punkt, den die meisten Hobbygärtner übersehen: Selbst mit der besten Beleuchtung verkümmern Ihre Pflanzen, wenn Sie sie nicht richtig düngen.
Man kann es sich so vorstellen: Ein Teenager kann ja auch nicht nur von Wasser und Luft leben. Pflanzen brauchen schließlich auch Nahrung, besonders wenn sie drinnen bleiben müssen.
Warum Zimmerpflanzen hungriger werden
Pflanzen in Innenräumen mit Pflanzenlampen anzubauen, bedeutet, die Natur nachzuahmen. Die Natur vergisst nie ihre Nahrungszeiten.
Pflanzen in Töpfen sind gefangen. Ihre Wurzeln können nicht wie Pflanzen im Freien nach Nährstoffen suchen. Gartenwurzeln breiten sich aus und suchen nach ihnen. Topfwurzeln hingegen bekommen, was man ihnen gibt.
Gekaufte Blumenerde ist nährstoffarm. Diese lockeren Mischungen lassen zwar gut Wasser abfließen und fördern das Wurzelwachstum, aber als Pflanzennahrung sind sie nutzlos. Die Sterilisation tötet zwar schädliche Keime ab, aber auch nützliche Bodenorganismen, die organisches Material zersetzen.
Ihre Pflanzenlampen funktionieren einwandfrei. Sie versorgen die Pflanzen mit dem benötigten Licht. Doch Licht ohne Nährstoffe ist wie ein Auto ohne Benzin.
Grundlagen der Pflanzenernährung: NPK-Werte

Auf jedem Düngemittelsack sind drei Zahlen angegeben, zum Beispiel 10-10-10 oder 20-10-15. Diese Zahlen sind nicht zufällig, sondern geben die prozentualen Anteile der drei Nährstoffe an, die Pflanzen benötigen.
Stickstoff lässt Pflanzen grün und buschig wachsen. Er ist wie Eiweiß für uns Menschen. Pflanzen brauchen ihn zum Wachsen. Zu viel davon führt jedoch zu einer buschigen Pflanze, die weder blüht noch Früchte trägt.
Phosphor ist wichtig für Wurzeln, Blüten und Früchte. Dadurch entwickeln Ihre Tomatenpflanzen tatsächlich Tomaten und nicht nur schöne Blätter.
Kalium stärkt die Pflanzenabwehr. Es hilft Pflanzen, Krankheiten und Stress zu bekämpfen – sei es durch Trockenheit, Kälte oder wenn man eine Woche lang das Gießen vergisst.
Auswahl von Nährstoffen für Zimmerpflanzen
Die meisten Zimmerpflanzen unter Pflanzenlampen benötigen einen ausgewogenen Dünger. Zum Beispiel 10-10-10 oder 20-20-20. Betrachten Sie es als tägliche Vitaminzufuhr.
Setzen Sie nach Möglichkeit auf Bio-Produkte. Zimmerpflanzen benötigen häufiger Dünger. Topfpflanzen hingegen brauchen ständig Nährstoffe. Organische Dünger sind schonender und verursachen bei Überdosierung seltener Verbrennungen.
Flüssigdünger eignet sich am besten für den Innenbereich. Er wirkt schnell. Gerade bei Pflanzgefäßen ist eine schnelle Nährstoffversorgung wichtig. Sie können zu Beginn Langzeitdüngerpellets in die Erde einarbeiten. Flüssigdünger ermöglicht Ihnen jedoch eine präzise Dosierung.
Verschiedene Pflanzen benötigen unterschiedliche Nährstoffe.
Blattgemüse wie Salat, Spinat und Kräuter benötigen mehr Stickstoff. Versuchen Sie es mit einem NPK-Verhältnis von 30-10-10. Blühende Pflanzen bevorzugen eine ausgewogene Ernährung oder etwas mehr Phosphor. Fruchttragende Pflanzen wie Tomaten und Paprika beginnen mit einer ausgewogenen Ernährung. Wechseln Sie dann während der Blüte zu einer kaliumreicheren Ernährung.
Wann man Zimmerpflanzen düngen sollte

Vergessen Sie die monatliche Düngung. Zimmerpflanzen unter Pflanzenlampen benötigen häufiger Nährstoffe. Sie wachsen schneller, da sie sonst keine andere Möglichkeit haben, diese aufzunehmen.
Kübelpflanzen werden während der Wachstumsperiode alle ein bis zwei Wochen gedüngt. Zimmerpflanzen benötigen ebenfalls alle zwei Wochen Dünger. Sämlinge sollten zunächst mit einer Viertelkonzentration gedüngt werden, bis sie angewachsen sind.
Hier ein Tipp: Lieber oft und kräftig füttern als selten und kräftig. Setzen Sie lieber auf kleine Snacks über den Tag verteilt anstatt auf eine große Mahlzeit.
Fehler, die es zu vermeiden gilt
Trockene Pflanzen sollten niemals gedüngt werden. Erst gießen, dann düngen. Trockene Wurzeln und starker Dünger führen zum Absterben der Pflanze.
Ruhende Pflanzen sollten nicht gedüngt werden. Wenn eine Pflanze nicht wächst, benötigt sie keine Nährstoffe. Dies kommt bei Zimmerpflanzen häufig im Winter vor. Sie verschwenden Dünger und könnten die Wurzeln schädigen.
Achten Sie auf Warnzeichen. Gelbe Blätter deuten oft auf zu viel Wasser oder zu wenig Nährstoffe hin. Braune Blattspitzen bedeuten in der Regel zu viel Dünger oder zu geringe Luftfeuchtigkeit.
Besondere Hinweise für Nutzer von Pflanzenlampen

Hochwertige Vollspektrum-Pflanzenlampen versorgen Pflanzen das ganze Jahr über mit gleichmäßigem, starkem Licht. Dadurch wachsen und ernähren sie sich besser als Pflanzen, die natürlichen Lichtzyklen ausgesetzt sind.
Achten Sie auf Ihren Beleuchtungsplan. Wenn Sie Ihre Pflanzenlampen täglich 12 Stunden oder länger brennen lassen, müssen Ihre Pflanzen Überstunden leisten. Sie benötigen dann mehr Nährstoffe als üblicherweise empfohlen.
Auch die Temperatur spielt eine Rolle. Pflanzenlampen erzeugen Wärme. Wärmere Pflanzen wachsen schneller. Sie benötigen häufigere Düngung.
Halte es einfach
Mach dir nicht zu viele Gedanken. Fang mit einem einfachen organischen Flüssigdünger an. Dünge regelmäßig, aber sparsam. Beobachte deine Pflanzen. Sie zeigen dir, was sie brauchen. Starkes Wachstum bedeutet, dass es ihnen gut geht. Gelbe oder langsame Blütenstände bedeuten, dass du deine Düngeroutine anpassen solltest.
Gute Pflanzenlampen für Zimmerpflanzen benötigen dazu passende Nährstoffe. Selbst die besten Lampen der Welt können hungernde Pflanzen nicht retten.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich, ob ich zu viel dünge? Achten Sie auf braune oder gelbe Blattspitzen, weiße Krusten auf der Bodenoberfläche und übermäßigen Blattwuchs ohne Blüten. Im Zweifelsfall den Boden mit klarem Wasser durchspülen und seltener düngen.
Kann ich einen Dünger für alle Pflanzen verwenden? Ein ausgewogener, organischer Flüssigdünger eignet sich für die meisten Pflanzen. Blühende Pflanzen benötigen möglicherweise mehr Phosphor, Blattgemüse hingegen mehr Stickstoff. Beginnen Sie am besten mit einem guten Universaldünger.
Verändern Pflanzenlampen den Nährstoffbedarf? Ja. Pflanzen unter Dauerlicht benötigen häufiger Dünger. Sie betreiben mehr Photosynthese als Pflanzen, die saisonales natürliches Licht erhalten.
Organischer oder synthetischer Dünger? Organischer Dünger gibt Nährstoffe langsam ab und ist daher für Anfänger besser geeignet. Synthetischer Dünger wirkt schneller, kann aber bei Überdosierung zu Verbrennungen führen. Bei häufiger Düngung in Innenräumen ist organischer Dünger in der Regel sicherer.
Auf meinem Blumenerdesack steht, dass er Dünger enthält. Muss ich trotzdem düngen? Die Nährstoffe reichen maximal 6 bis 8 Wochen. Danach sind Topfpflanzen ganz auf Ihre Pflege angewiesen. Beginnen Sie nach etwa einem Monat mit leichtem Düngen. Verlassen Sie sich nicht auf die Angaben auf dem Sack.



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Grundlagen der Düngung
Häufig gestellte Fragen zu Düngemitteln